Arbeitskreis Gegenargumente
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Donnerstag, 30. Juli 2026, 19:30 Uhr

Fußball und Nationalismus
Vom Eigentor, seiner Nation anzuhängen

Es hätte so schön werden können: ein Sommermärchen wie damals, endlich mal wieder ein bisschen schwarz-rot-geile Party, einfach mal wieder ausgelassen gemeinsam auf den Straßen feiern. Wäre da nicht der Infantino gewesen, der des Deutschen liebsten Sport nun aber wirklich endgültig ganz und gar dem Kommerz unterwirft; und der Trump, der in der ihm eigenen Unverblümtheit einfach rote Karten korrigiert; und allem voran natürlich die deutsche Nationalmannschaft, die es vergeigt hat und zwar schon im Sechszehntelfinale und auch noch ausgerechnet gegen no-name Paraquay. Die stolze Fußballnation bleibt beleidigt zurück und verarbeitet die nationale Blamage: Mit dem Lamento über den Zustand der Nation, der sich im Ausscheiden der Nationalmannschaft spiegelt, und umgekehrt; und mit der fälligen Suche nach dem Schuldigen, der die Nation um ihr Recht auf Erfolg betrogen hat, und nach einem neuen Trainer, der es in Zukunft besser macht. Während nun also das Volk die Fahnen wieder einrollt, sich die Gesichter abschminkt und sich im marktwirtschaftlich-demokratischen Alltag zwischen staatlichen Kriegsvorbereitungen und verordneten Sozialreformen wieder einhaust bis das nächste sportliche Großereignis hoffentlich mehr Grund für ein bisschen patriotischen Frohsinn liefert, fragen wir uns:

– Was soll eigentlich diese wechselseitige Bespiegelung von Fußball und dem Konkurrenzerfolg der deutschen Nation? Was hat beides miteinander zu tun?
– Was ist das für eine Gemeinschaft, die sich nur ganz getrennt von dem, was sie normalerweise ausmacht, gemeinsam feiern kann?
– Warum betreiben die Nationen neben ihrer alltäglichen Konkurrenz diese Sorte „völkerverbindenden friedlichen Wettbewerb“?
– Was ist eigentlich nationale Ehre und die Leistung von so einem nationalen ‚wir‘-Gefühl und seiner Feier, die wildfremde Menschen in Freude wie Trauer zusammenführt?

Ort
: EineWeltHaus München, Schwanthalerstraße 80,
Werkstatt (rechts neben der Bibliothek)
U-Bahn Haltestelle Theresienwiese (U4/U5)

Lesetipp:

GegenStandpunkt 2-26


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Deutschland und seine Migrationsfrage: Zu viel? Zu wenig? Zu unkontrolliert? Zu unmodern?… (Sozialistische Gruppe)

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Zuletzt geändert: Thursday, 16-Jul-2026 13:07:22 CEST
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